Über das Werteverständnis zum Qualitätsverständnis.

Hier sehen Sie ein Beispiel aus unserer täglichen Praxis:

Ausgangssituation: Qualität der Produkte und Prozesse weiter verbessern.

Wie lassen sich Produkte und Prozesse noch weiter verbessern? Und wie lässt sich in der Lebensmittelbranche Überschussproduktion reduzieren? Wo Produkte handgemacht und das Kundenverhalten schwer planbar sind, zeigte sich Folgendes: Der Weg über eine „einfache" Standardisierung führte nicht zum gewünschten Ergebnis. Jetzt war die Herausforderung, einen neuen kreativen Weg zu gehen.

Projektbeispiel Werte und Qualität

Unser Vorgehen: Vom Storytelling über das Werteverständnis zum Qualitätsbewusstsein.

Im ersten Schritt wollten wir ein Verständnis entwickeln für die besonderen Herausforderungen der Branche. Dazu gehörte natürlich auch um 1.00 Uhr nachts aufstehen und in der Backstube die Prozesse beobachten, vom Ansetzen des Teigs über das Ofenschieben, Verpackung, Kommissionierung bis zur Auslieferung und Einsortierung der Backwaren in den Filialen. Anhand von Qualitätsfehlerlisten haben wir über einen Zeitraum von 4 Wochen beobachtet, wann und an welcher Stelle im Prozess keine optimalen Ergebnisse erzielt wurden. Auch die Übermengen und Rückläufer haben wir in der Zeit genauer analysiert.

Dabei haben wir eine Reihe von Prozessverbesserungen entdeckt. Es blieb die spannende Frage: Wann ist ein handgemachtes und mit natürlichen Zutaten gebackenes Brötchen oder Brot gut? Es ist gerade nicht die standardisierte und perfekte Form und Farbe, die die Qualität ausmachen. Die Idee: Erarbeitung eines einheitlichen Qualitätsbewusstseins mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Bäcker über den Kommissionierer bis zur Verkäuferin.

Zweimal haben wir eine Zukunftswerkstatt mit allen Mitarbeiter*innen in großen Open Space-Veranstaltungen durchgeführt. Anhand von Devotionalien wurde die über 100-jährige Tradition des Unternehmens nachgezeichnet. Gemeinsam mit allen Mitarbeitenden wurde anschließend der Markenkern des Unternehmens herausgearbeitet und mittels Diskussionen und haptischer Tests am Produkt begonnen, ein einheitliches Qualitätsbewusstsein zu erarbeiten. In Arbeitsgruppen wurden für die aufgedeckten Probleme in den Prozessen Ideen und Verbesserungen erarbeitet. Ein wesentlicher Aspekt war dabei die Kommunikation sowohl entlang der Prozesse, als auch prozess- und Hierarchie-übergreifend.
 

Ergebnis: Verbesserung der Rücklaufquote um 30%!

Ein wesentlicher Effekt dieses Projektes war, dass die Verkaufsmengen besser abgeschätzt werden konnten, weil die Informationen besser flossen und damit bessere Abstimmungsprozesse und besseres Lernen ermöglicht wurde. Die Rücklaufquote der nicht verkauften Produkte verbesserte sich bereits im ersten Jahr um 30%. Und entsprach damit dem doppelten Wert des Beraterhonorars.
 

Praxisnahe Umsetzung in den betrieblichen Alltag.

Zentrales Instrument für die nachhaltige Umsetzung in den Alltag war der Qualitätszirkel. In weiteren Workshops wurde dieses Qualitäts- und Werte-Bewusstsein vertieft, ein übergreifender Qualitätszirkel aufgebaut und von uns begleitet, der die Qualitätsoffensive bis heute nachhaltig fördert und für kontinuierlich neue Anstöße zur Verbesserung der Unternehmensentwicklung sorgt. Qualität wurde zu einer Haltung und einem gemeinsamen Know-how-Verständnis. Die Mitarbeiter*innen gewannen über den Prozess hinweg ein unternehmensweites Wir-Gefühl und es entwickelte sich zudem die Bereitschaft, mehr Verantwortung für den Unternehmenserfolg zu übernehmen.


Auf der Erfolgsspur bleiben: Digitales Coaching

Der Qualitätszirkel wurde über eine Chat-Gruppe begleitet, bis das Team das Gefühl hatte, jetzt eigenständig weitermachen zu wollen. Wir wünschen allen Beteiligten dabei weiterhin viel Erfolg!


Haben Sie weitere Fragen? Ralph Schlüter beantwortet Ihnen diese gerne in einem kurzen Telefonat. Und kann Ihnen bei Bedarf weitere Projektbeispiele aus unterschiedlichen Branchen vorstellen.

Kundenstimme

Endlich sprechen wir mehr miteinander. Und verstehen mehr von der Arbeit in den anderen Bereichen. Das hilft, auch einander besser zu verstehen und Probleme gemeinsam zu lösen.

 

Mitarbeiterin Qualitätszirkel

 
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